Freitag, 24. Oktober 2014

Kwaheri et safari njema (Auf wiedersehen und gute Reise)

Mein Abenteuer hier ist fast zu Ende, der Abschied fällt um Längen schwerer, als anfangs gedacht, ich habe die Menschen und besonders die Kinder ins Herz geschlossen und sie mich anscheinend auch. Jedenfalls gabs Tränen über Tränen und Abschiedsgeschenke die wiederrum mich zu Tränen rührten. Die Zeit hier in Dodoma war wirklich besonders und mir wird vieles sehr sehr fehlen. Vor allem habe ich aber tatsächlich den Eindruck, trotz der kurzen Zeit und entgegen meiner eigenen und überhaupt aller Erwartungen, etwas bewegt zu haben. Umso schwerer fällt es, das angefangene und wirklich gut laufende Projekt, das sich immer mehr ausweitete und letztendlich zu einer hoffentlich noch groesser werdenen Zusammenarbeit zwischen Schul- und Waisenkindern führt. Ich habe nämlich einfach meine Tanzmädels mit den Streetkids, die auch tanzen, vernetzt, so dass die Schulkinder nun mal das Leben im Waisenhaus verstehen lernen und die Streetkids dafür mal eine private Schule besuchen dürfen, außerdem müssen meine Tanzmädels so nicht aufs Tanzen verzichten, da die Streetkids einen Trainer haben und die Streetkids, vor allem die Mädchen können auch endlich mal modernere Tänze lernen, was sie sich von mir gewünscht hatten. Sie lernen also alle voneinander und kaum ist der Anfang gem
acht, muss ich gehen und lasse sie in der unfertigen Organisation allein und komme mir doof vor und plane schon das Wiederkommen. Das Traurige: fuer den Moment gibt es keine andere Lösung, ich muss gehen. Das Schöne: ich kann immer wieder kommen und ich habe noch nie so deutlich gemerkt, dass meine Arbeit etwas bewirkt.

Trotzdem. Nun bin ich erstmal traurig und da hilft auch keine Vorfreude auf Safari oder 
Wiederkommen.  





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